AirPlus unterstützt die Arbeit der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg

Als im September 2015 auf dem ehemaligen Werksgelände der Frankfurter Rundschau eine Erstaufnahmestelle für Asylsuchende eröffnet wurde, warb Bürgermeister Herbert Hunkel bei den benachbarten Firmen um Unterstützung für die Menschen, die dort untergebracht waren. Seit dieser Zeit unterstützt AirPlus, ein weltweit führender Anbieter von Lösungen für das tägliche Management von Geschäftsreisen, die Arbeit der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V. regelmäßig durch Geldspenden – so auch in diesem Jahr: Tracy Killian und Colleen Smith übergaben im Café Grenzenlos eine Spende von 4000 Euro.

Die AirPlus-Mitarbeiterinnen Tracy Killian (Mitte links) und Colleen Smith (Mitte rechts) nehmen im Café Grenzenlos den Dank der Flüchtlingshilfe entgegen.

Bei der langjährigen Zusammenarbeit geht es um weit mehr als nur um Geld. Die Flüchtlingshilfe konnte in mehreren Veranstaltungen die Situation der Geflüchteten schildern und ihre eigene Arbeit vorstellen. Ein junger Syrer hat in dem Neu-Isenburger Unternehmen einen Ausbildungsplatz gefunden. Mehrere AirPlus-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen engagieren sich als Sprachpatinnen und Sprachpaten, helfen beim „Tag der Nationen“ und auf dem Weihnachtsmarkt. Die Suche nach Sachspenden wird innerhalb des Unternehmens verbreitet und ist oft sehr erfolgreich. So erhielt Café Grenzenlos erst kürzlich eine große Menge Duplo-Steine, die in der Kinderecke des Cafés
begeistert aufgenommen wurden.

Die Geldspenden ermöglichen es der Flüchtlingshilfe, Sprachhilfen und Lernmaterial zu finanzieren, Fahrradkurse für Frauen zu organisieren, die gut frequentierte Fahrradwerkstatt auszustatten und sportliche Aktivitäten zu finanzieren. In Einzelfällen werden Kosten für Nachhilfelehrer, Medikamente oder Fahrkarten übernommen. In besonderen Fällen beteiligt sich die Flüchtlingshilfe an Kosten eines laufenden Asylverfahrens.

Das Sterben im Mittelmeer beenden !

Offener Brief an die Bundeskanzlerin: „Drei Forderungen aus der Zivilgesellschaft“

Wir merken es fast jeden Tag – Nachrichten über Tote im Mittelmeer oder die Behandlung Geflüchteter in unserer Umgebung, die Stimmung gegenüber denen, die in Europa Zuflucht suchen hat sich seit dem Herbst 2015 dramatisch verändert.

Jetzt haben sich 262 Initiativen mit einem Offenen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel gewendet. Weitere Gruppen und Vereine werden aufgefordert, diesen Appell zu unterstützen.

Bericht in der Tageschau vom 3.4.2019

Wie geht es danach weiter? Pro Asyl schreibt:
„Der Druck muss aufrechterhalten werden! Wir befürchten, dass menschenrechtsfreundliche Lösungen vor der Europa-Wahl nicht in Sicht sind.
Daher wollen wir, dass bis zum 20. Juni – dem Weltflüchtlingstag – mindestens 1000 Organisationen den Brief an die Kanzlerin mitzeichnen!
Zum Tag des Flüchtlings werden wir dann mit diesem noch größeren Bündnis erneut an die Öffentlichkeit gehen. Dafür brauchen wir eure Unterstützung: Gebt den Brief weiter! Fragt Organisationen in eurer Region an – auch Sportvereine, Kultureinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen, Kirchengemeinden! Rückmeldungen bitte an offenerbrief@proasyl.de.

Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg gehört zu den Unterzeichnern des Offenen Briefes, wir bitten Sie/Euch diesen Appell zu unterstützen und zu verbreiten.
Wir freuen uns, wenn möglichst viele Neu-Isenburger Gruppen, Vereine, Kirchengemeinden und Firmen sich dem Appell anschließen ! Wenn Sie/Ihr damit einverstanden sind/seid veröffentlichen wir die Namen auf unserer HomePage.

Marianne Kestler zieht sich aus dem Vorstand zurück

Bei der Mitgliederversammlung am 29.11.2018 wurde Marianne Kestler zur Pressesprecherrin gewählt. Aus gesundheitlichen Gründen sieht sie sich gezwungen ihr Amt nieder zu legen. Marianne wird, soweit es in ihren Kräften steht, auch weiterhin Geflüchtete betreuen und die Arbeit der Flüchtlingshilfe unterstützen.

Wir bedauern Mariannes Rücktritt und wünschen ihr, dass sich ihr Gesundheitszustand möglichst bald verbessert.

Michael Kaul

Schöne Spende durch den Weihnachtsmarkt zu Gunsten der Kinderhilfe Jemen

Ein großes Dankeschön an die fleißigen Helferinnen und Helfer, die an diesem Wochenende wieder einen tollen Stand boten.
Wenn nicht gerade ein Regenschauer die Besucher vertrieb, standen immer Besucher vor der Hütte um einen leckeren Crêpe zu essen oder sich mit einem Glühwein aufzuwärmen. Am Ende waren 850 € in der Kasse, die die Flüchtlingshilfe an die Kindernothilfe Jemen überweisen wird.

Die Flüchtlingshilfe spendet die kompletten Einnahmen des Weihnachtsmarktes an die  Kinderhilfe Jemen. Die Lage im Jemen wird immer unerträglicher. UN-Experte Lowcock sprach im Sicherheitsrat von einer alarmierenden Situation. Es seien derzeit ca. 5 Millionen Kinder vom Hunger bedroht. Es handelt sich um die weltweit größte Katastrophe seit Menschengedenken. Die Menschen essen inzwischen Blätter von den Bäumen. Sie verkaufen ihr Mobiliar.

Mitgliederversammlung der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V.

Vor gut einem Jahr wurde aus der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg ein e.V. Bei der Mitgliederversammlung am 29.11.2018 konnte eine erste Bilanz gezogen werden.
Der Vorsitzende Michael Kaul konnte auf ein Jahr mit Erfolgen aber auch Schwierigkeiten zurückblicken.

Die wichtigste Arbeit im Verein machen die Patinnen und Paten. Sie helfen beim Erlernen und Praktizieren der deutschen Sprache und oft auch bei den vielen kleinen und großen Problemen unserer Neubürger. Hier werden weiterhin qualifizierte Helfer*innen gesucht, die vor allem bei Prüfungsvorbereitungen helfen und Schüler*innen und Auszubildende in weiterführenden Schulen unterstützen.

Das Café Grenzenlos ist der wichtigste Treffpunkt für die Geflüchteten und die ehrenamtlichen Helfer. Die schönsten Stunden waren sicherlich die Ausflüge in den Sommerferien. Mit dem öffentlichen Nahverkehr fuhren jeweils 40 bis 50 Neubürger sowie einige Pat*innen ins Experiminta, den Palmengarten, ins Vivarium, in den Klettergarten und zum Zirkus Wannabe.

Beim Tag der Nationen und in den Wochen vor der Landtagswahl appellierte die Flüchtlingshilfe für ein Neu-Isenburg ohne Rassismus und sammelte Spenden für die Seenotrettung im Mittelmeer. Sehr positive Reaktionen aus der Bevölkerung stimmen die Gruppe optimistisch.

Sehr gut läuft weiterhin die Zusammenarbeit mit der Stadt Neu-Isenburg sowie dem Diakonischen Werk.

Schwierig sind die langwierigen Asylverfahren und oft nicht nachvollziehbare Entscheidungen. Dies verängstigt die Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen mussten und hier auf eine sichere Zukunft hoffen.

Die Flüchtlingshilfe bedankt sich bei allen Helfer*innen und bei denen, die ihre Arbeit durch eine Spende unterstützt haben.

Bild des neugewählten Vorstandes

Bild des neugewählten Vorstands — v.l.n.r. Carsten Pauck, Ulla Fahnroth, Michael Kaul, Katharina Mieskes, Isabell Mill, Renate Kaul, Katrin Strauß. Nicht im Bild: Marianne Kestler, Patrick Mill

Bei der ersten Neuwahl des Vereins konnte der Vorstand erweitert und verstärkt werden. Inge Manus, die sich seit über 30 Jahren für die Flüchtling in unserer Stadt engagiert, hatte darum gebeten, sich aus der Vorstandsarbeit zurückziehen zu dürfen.
Gewählt wurden:
Michael Kaul (1. Vorsitzender), Isabelle Mill (stellv. Vorsitzende), Ulla Fahnroth (Kassiererin),
Marianne Kestler (Pressesprecherin), Renate Kaul (Schriftführerin) sowie die Beisitzer Katharina Mieskes, Katrin Strauß, Patrick Mill, Christian Pauck
Anlage: Bild des neugewählten Vorstands,
v.l.n.r. Carsten Pauck, Ulla Fahnroth, Michael Kaul, Katharina Mieskes, Isabell Mill, Renate Kaul, Katrin Strauß. Nicht im Bild: Marianne Kestler, Patrick Mill

Marianne Kestler, Pressesprecherin

Demo für Neu-Isenburg ohne Rassismus

Neu-Isenburg, 27.11.2018 – Zum Abschluss der sommerlichen Aktionen auf dem Wochenmarkt rief die Initiative „iburg_ohne_rassismus“ dazu auf am Tag vor der Landtagswahl in Hessen, gemeinsam für unsere Stadt ohne Rassismus auf die Straße zu gehen.120 Menschen folgten dem Aufruf. Bei einem Stopp rief Pfarrer i.R. Matthias Loesch dazu auf die Demokratie zu stärken und Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in jeder Form eine Absage zu erteilen.

Dazu auch der Bericht der Frankfurter Neuen Presse

Die Initiative hatte sich seit dem 11.8. unter dem Motto „Solidarität statt Hetze“ jeden Samstag auf dem Wochenmarkt mit vielen anderen Gruppierungen getroffen. Ihr Anliegen ist es, rassistischer Hetze, rechten Ressentiments und faschistischem Gedankengut offensiv entgegenzutreten, öffentlich, klar und deutlich, hör-und sichtbar.
„Iburg_ohne_rassismus“ hat in den vergangenen elf Wochen gemeinsam mit:
Lesen gegen Rechts, Omas gegen Rechts, Fussballer gegen Rassismus, Humanistische
Gemeinschaft, Weltladen Neu-Isenburg, Flüchtlingshilfe und vielen AntirassistInnen zum Ausdruck gebracht, dass Rassismus und Ausgrenzung keinen Platz in unserer Stadt haben.
Sie wollen eine Stadt für alle, die sich offensiv gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und für ein solidarisches Miteinander positioniert.
In der Initiative „iburg_ohne_rassismus“ sind Einzelpersonen aus Neu-Isenburg aktiv,
die teilweise schon lange antirasistisch tätig sind. Sie ist unabhängig von Parteien und anderen politischen Organisationen.
Das Ziel ist klar:
Rassistische Hetze, egal von welcher Seite und egal von welcher Partei, darf in Neu-Isenburg nicht unwidersprochen bleiben. Nicht im hessischen Landeswahlkampf, im hessischen Landtag und anderswo und schon gar nicht auf Dauer.

Flüchtlingshilfe auf dem Wochenmarkt

Seit über 30 Jahren steht die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg für Toleranz und Mitmenschlichkeit. Da ist es für uns selbstverständlich die Initiative „iburg_ohne_rassismus“ zu unterstützen. Die Initiative wirbt seit Anfang August auf dem wöchentlichen Wochenmarkt für ein weltoffenes, demokratisches Neu-Isenburg.

Am Samstag, 20. Oktober von 9:30 bis 12 Uhr gestaltet die Flüchtlingshilfe den Stand Neu-Isenburg Ecke Bahnhof-/Ludwigstraße.

  • Leinwand, Pinsel und Farbe stehen bereit für eine Vielfalt-Unterschriften-Aktion.

  • Erneut wird die Flüchtlingshilfe für die Seenotrettung werben.
    Täglich ertrinken im Mittelmeer Menschen, die vor Terror, Gewalt oder Hunger nach Europa fliehen. Unabhängige Hilfsorganisationen werden daran gehindert die Menschen vor dem Ertrinken zu retten.
    Die Flüchtlingshilfe sammelt weiterhin Spenden zur Unterstützung der Rettungsschiffe „Sea-Eye“ und „Sea-Watch“. Mit einer Unterschriftensammlung will sie die Stadt Neu-Isenburg bitten, dem Beispiel anderer europäischer Städte zu folgen und sich zum „Sicheren Hafen“ für Geflüchtete zu erklären.