Menschenretter im Mittelmeer – Mitglieder der Sea-Eye berichten

Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg hat für Sea-Eye und Sea-Watch im letzten Jahr Spenden gesammelt. Nun konnte sie Mitglieder der Sea-Eye für einen Informationsabend gewinnen. Michael Buschheuer, der Gründer des Vereins, wird dabei sein und berichten.

Mittwoch 28. August 2019, 19:30 Uhr
Ev. Johannesgemeinde Neu-Isenburg
Friedrichstraße 94

Täglich ertrinken im Mittelmeer Menschen, die vor Terror, Gewalt oder Hunger nach Europa fliehen. Die staatlichen Rettungsdienste haben sich zurückgezogen. Die Schiffe Libyens greifen Flüchtende auf und bringen sie in Internierungslager. UN-Berichte dokumentieren Folter, Vergewaltigungen und außergerichtliche Hinrichtungen.

Unabhängige Hilfsorganisationen versuchen, möglichst viele Menschen vor dem Ertrinken zu retten, werden aber zunehmend durch die Anrainerstaaten daran gehindert. Die Besatzungen der Schiffe von z.B. Sea-Watch oder Sea-Eye mussten mit zuschauen, wie hunderte Menschen ertranken. Nichtstaatliche Rettungsschiffe werden mit fadenscheinigen Begründungen in den Häfen festgehalten. Die Hilfsorganisationen kämpfen vor Gericht darum, ihre Rettungseinsätze fortsetzen zu dürfen. Gleichzeitig bereiten sie neue Schiffe für den Einsatz im Mittelmeer vor. Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg lädt alle Interessierten zu diesem Informationsabend ein. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Wieder Stand auf dem Wochenmarkt

Hervorgehoben

Am 13. Juli werden die Initiative „iburg_ohne_rassismus“ und die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg auf dem Wochenmarkt in der Bahnhofstraße Neu-Isenburg für die Seenotrettung im Mittelmeer und für Neu-Isenburg als „Sicherer Hafen“ werben.

Seebrücke rettet Menschenleben

Am 25. Mai 2019,ein Tag vor der Europawahl, warb die Initiative „iburg_ohne-rassismus“ auf dem Neu-Isenburger Wochenmarkt. Mit dabei waren die „Omas gegen Rechts“ und die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg.

Täglich ertrinken im Mittelmeer Menschen, die vor Terror, Gewalt oder Hunger nach Europa fliehen. Unabhängige Hilfsorganisationen werden daran gehindert die Menschen vor dem Ertrinken zu retten.
Die Flüchtlingshilfe sammelt weiterhin Spenden zur Unterstützung der Rettungsschiffe „Sea-Eye“ und „Sea-Watch“.

Mit einer Unterschriftensammlung will sie die Stadt Neu-Isenburg bitten, dem Beispiel anderer europäischer Städte zu folgen und sich zum „Sicheren Hafen“ für Geflüchtete zu erklären.

Neu-Isenburger Initiativen werben für ein offenes Europa

Anlässlich der Europawahl 2019 positionieren sich, wie schon im letzten Landtagswahlkampf, antirassistische Gruppen aus Neu-Isenburg gegen die Vorstellungen einer „Festung Europa“.
Mit einem Stand am 11. Mai auf dem Wochenmarkt in der Fußgängerzone Bahnhofstraße werben die Neu-Isenburger Initiativen „Omas gegen rechts“, „iburg_ ohne_Rassismus“ sowie die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg für die Seenotrettung im Mittelmeer und unterstützen die bundesweite Bewegung „Seebrücke“, die Kommunen auffordert, praktische Unterstützung für Geflüchtete zu leisten.
Bisher haben sich 54 Städte, darunter Berlin, Hamburg, Mainz, Wiesbaden und Marburg zu „sicheren Häfen“ erklärt.
Gegen die Forderung nach Abschottung Europas und den massenhaften Tod im Mittelmeer heißt es: „Solidarität statt Festung Europa“ – auch Neu-Isenburg muss ein sicherer Hafen für Geflüchtete werden.

Am 18. Mai werden die „Omas gegen rechts“ die Gestaltung des Standes übernehmen. Dann heißt es wieder: „Lesen ohne Grenzen“.

Zeigt Euch solidarisch, kommt an den Ständen vorbei !

Mitunterzeichner „Offener Brief zur Seenotrettung“

Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg gehört zu den 262 Erstunterzeichner des Offenen Briefes an die Bundeskanzlerin. Inzwischen haben sich weitere Vereine, Organisationen und Gruppen diesem Appell angeschlossen. Wir listen hier die Unterzeichner aus Neu-Isenburg.

Offener Brief an die Bundeskanzlerin: „Drei Forderungen aus der Zivilgesellschaft“

  • Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V.
    Eschenweg 11, 63263 Neu-Isenburg
  • Evangelisch-Reformierte Gemeinde Am Marktplatz
    Marktplatz 8, 63263 Neu-Isenburg
  • Evangelische Johannesgemeinde
    Friedrichstr. 94, 63263 Neu-Isenburg
  • Watt-Club Neu-Isenburg
    Bürgerinitiative für die Energiewende und den Klimaschutz
  • kath. Gemeinde St. Josef
    Kirchstr. 20, 63263 Neu-Isenburg
  • Weltladen Neu-Isenburg e.V.
    Lessingstr. 3, 63263 Neu-Isenburg
  • Gesprächskreis für Frieden und Demokratie
    63263 Neu-Isenburg
  • Ev.-ref. Buchenbuschgemeinde
    Pappelweg 6, 63263 Neu-Isenburg
  • iburg_ohne_rassismus
    63263 Neu-Isenburg
  • Omas gegen Rechts, Neu-Isenburg

Hessische Geschichte erleben

Neubürger und Paten auf dem Marktplatz des Hessenparks
Foto: Marianne Kestler

Der Andrang war groß, als am Morgen der Bus vorfuhr. Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg hatte Geflüchtete und Paten zu einem Besuch des Hessenparks eingeladen.
56 Personen, darunter viele Kinder, wollten sich die geschichtsträchtigen Häuser des Parks ansehen und einen Eindruck gewinnen, wie die Menschen hier in Hessen früher gelebt hatten.
So manches kam ihnen bekannt vor, etwa die landwirtschaftlichen Geräte. Bestaunt wurde vor allem das Alter der Häuser. 
Die Kinder freuten sich besonders über die Tiere und die Möglichkeit, sich austoben zu können. Es war ein Tag, an den sich alle noch lange gerne erinnern werden.

Die Flüchtlingshilfe bedankt sich vor allem bei Joachim Sokolowski, der den Reisebus ehrenamtlich fuhr, und bei der Firma Vey, die den Bus kostengünstig zur Verfügung stellte.

Das Sterben im Mittelmeer beenden !

Offener Brief an die Bundeskanzlerin: „Drei Forderungen aus der Zivilgesellschaft“

Wir merken es fast jeden Tag – Nachrichten über Tote im Mittelmeer oder die Behandlung Geflüchteter in unserer Umgebung, die Stimmung gegenüber denen, die in Europa Zuflucht suchen hat sich seit dem Herbst 2015 dramatisch verändert.

Jetzt haben sich 262 Initiativen mit einem Offenen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel gewendet. Weitere Gruppen und Vereine werden aufgefordert, diesen Appell zu unterstützen.

Bericht in der Tageschau vom 3.4.2019

Wie geht es danach weiter? Pro Asyl schreibt:
„Der Druck muss aufrechterhalten werden! Wir befürchten, dass menschenrechtsfreundliche Lösungen vor der Europa-Wahl nicht in Sicht sind.
Daher wollen wir, dass bis zum 20. Juni – dem Weltflüchtlingstag – mindestens 1000 Organisationen den Brief an die Kanzlerin mitzeichnen!
Zum Tag des Flüchtlings werden wir dann mit diesem noch größeren Bündnis erneut an die Öffentlichkeit gehen. Dafür brauchen wir eure Unterstützung: Gebt den Brief weiter! Fragt Organisationen in eurer Region an – auch Sportvereine, Kultureinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen, Kirchengemeinden! Rückmeldungen bitte an offenerbrief@proasyl.de.

Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg gehört zu den Unterzeichnern des Offenen Briefes, wir bitten Sie/Euch diesen Appell zu unterstützen und zu verbreiten.
Wir freuen uns, wenn möglichst viele Neu-Isenburger Gruppen, Vereine, Kirchengemeinden und Firmen sich dem Appell anschließen ! Wenn Sie/Ihr damit einverstanden sind/seid veröffentlichen wir die Namen auf unserer HomePage.

AirPlus unterstützt die Arbeit der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg

Als im September 2015 auf dem ehemaligen Werksgelände der Frankfurter Rundschau eine Erstaufnahmestelle für Asylsuchende eröffnet wurde, warb Bürgermeister Herbert Hunkel bei den benachbarten Firmen um Unterstützung für die Menschen, die dort untergebracht waren. Seit dieser Zeit unterstützt AirPlus, ein weltweit führender Anbieter von Lösungen für das tägliche Management von Geschäftsreisen, die Arbeit der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V. regelmäßig durch Geldspenden – so auch in diesem Jahr: Tracy Killian und Colleen Smith übergaben im Café Grenzenlos eine Spende von 4000 Euro.

Die AirPlus-Mitarbeiterinnen Tracy Killian (Mitte links) und Colleen Smith (Mitte rechts) nehmen im Café Grenzenlos den Dank der Flüchtlingshilfe entgegen.

Bei der langjährigen Zusammenarbeit geht es um weit mehr als nur um Geld. Die Flüchtlingshilfe konnte in mehreren Veranstaltungen die Situation der Geflüchteten schildern und ihre eigene Arbeit vorstellen. Ein junger Syrer hat in dem Neu-Isenburger Unternehmen einen Ausbildungsplatz gefunden. Mehrere AirPlus-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen engagieren sich als Sprachpatinnen und Sprachpaten, helfen beim „Tag der Nationen“ und auf dem Weihnachtsmarkt. Die Suche nach Sachspenden wird innerhalb des Unternehmens verbreitet und ist oft sehr erfolgreich. So erhielt Café Grenzenlos erst kürzlich eine große Menge Duplo-Steine, die in der Kinderecke des Cafés
begeistert aufgenommen wurden.

Die Geldspenden ermöglichen es der Flüchtlingshilfe, Sprachhilfen und Lernmaterial zu finanzieren, Fahrradkurse für Frauen zu organisieren, die gut frequentierte Fahrradwerkstatt auszustatten und sportliche Aktivitäten zu finanzieren. In Einzelfällen werden Kosten für Nachhilfelehrer, Medikamente oder Fahrkarten übernommen. In besonderen Fällen beteiligt sich die Flüchtlingshilfe an Kosten eines laufenden Asylverfahrens.

Marianne Kestler zieht sich aus dem Vorstand zurück

Bei der Mitgliederversammlung am 29.11.2018 wurde Marianne Kestler zur Pressesprecherrin gewählt. Aus gesundheitlichen Gründen sieht sie sich gezwungen ihr Amt nieder zu legen. Marianne wird, soweit es in ihren Kräften steht, auch weiterhin Geflüchtete betreuen und die Arbeit der Flüchtlingshilfe unterstützen.

Wir bedauern Mariannes Rücktritt und wünschen ihr, dass sich ihr Gesundheitszustand möglichst bald verbessert.

Michael Kaul