Mitgliederversammlung der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V.

Der neu gewählte Vorstand mit Corona Abstand:
vorne Mitte: Renate und Michael Kaul
v.l.n.r.: Katrin Strauß, Katharina Mieskes, Ulla Fahnroth, Yael Lichtman, Florian Obst, nicht im Bild: Klaus-Dieter Hagedorn

Am 10.09.2020 fand die Mitgliederversammlung der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V. statt.

Die Corona Pandemie hatte in diesem Jahr einen erheblichen Einfluss auf das Leben der Neubürger und die Arbeit der Flüchtlinge. Treffen wie das Café Grenzenlos können seit März nicht mehr stattfinden. Sprachkurse waren lange Zeit gestrichen und fangen nun langsam wieder an. Der so wichtige wöchentliche Offene Sprachtreff in der Stadtbibliothek fehlt den Geflüchteten, aber auch Migranten, die ihre Sprachkenntnisse verbessern wollen.

Unsere so wichtigen Sprachpatinnen uns -paten können mit ihren Schützlingen nur noch elektronisch oder bei privaten Besuchen kommunizieren. Qualifiziertes Lernen ist ohne PC oder Tablet fast nicht mehr möglich. Ein Smartphone ist dabei nicht praxisgerecht. Das trifft auf Schülerinnen und Schüler aller Klassen genauso zu wie auf junge Menschen in Ausbildung.
Die Flüchtlingshilfe versucht hier Unterstützung zu geben, indem sie Lernmöglichkeiten aufzeigt und bei technischen Problemen Hilfestellung gibt. Dies kommt dann auch der Kommunikation mit den Patinnen und Paten zugute.
Die Flüchtlingshilfe sucht insbesondere für dieses digitale Lernen weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

In der Coronazeit gibt es aber auch überaus erfreuliche Erlebnisse. So berichtet eine Patin, wie ihre Schützlinge Einkäufe für sie übernehmen und weitere Hilfe anbieten.

Seit zwei Jahren bemühen sich die Flüchtlingshilfen des Kreises Offenbach, gemeinsam eine in ihren Augen ungerechtfertigte „Nutzungsgebühr“ abzumildern. Geflüchtete, die arbeiten gehen, müssen für die Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft 375 € pro Kopf bezahlen. Für eine 5-köpfige Familie kommen € 1875 zusammen. Viele sind dabei in 1 bis 2 Zimmern ohne eigene Küche, Toilette und Waschgelegenheit untergebracht. Quadratmeterpreise von über 40 € sind dabei nicht ungewöhnlich. Die Flüchtlingshilfen hoffen nun auf eine Änderung des Landesaufnahmegesetzes.

Die Flüchtlingshilfe bedankt sich bei allen Helfer*innen und bei denen, die ihre Arbeit durch eine Spende unterstützt haben.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Neuwahl des Vorstandes. Gewählt wurden:
Michael Kaul (1. Vorsitzender), Katrin Strauß (stellv. Vorsitzende), Ulla Fahnroth (Kassiererin), die Beisitzer Katharina Mieskes und Florian Obst sowie die Schriftführerin Renate Kaul. Kassenprüfer sind Yael Lichtman und Klaus-Dieter Hagedorn

Respekt !

Heute am Stadtgeburtstag, wurde um 11 Uhr am Neu-Isenburger Rathaus das Schild „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ angebracht, hier die Pressemitteilung der Stadt Neu-Isenburg.
Es ist dies eine Aktion, um die Resolution der Stadt Neu-Isenburg für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit bekannt zu machen und für Allianzen und Bündnisse zu werben. Diese Resolution wurde von der Stadtverordnetenversammlung am 24. Juni 2020 verabschiedet.

Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg begrüßt diese Aktion und schließt sich ihr gerne an. „Menschenverachtende Ideologien dürfen nicht salonfähig werden“ (wie es in der Resolution der Stadt heißt).

Sachspendenvermittlung

Spenden:
Wir freuen uns über Ihre Spendenangebote. Leider haben wir keine Lagermöglichkeiten, können aber öfters Möbelspenden direkt vermitteln. Bitte senden Sie uns nach Möglichkeit Bilder, die wir dann an mögliche Interessenten weiterleiten und auf unserer HomePage veröffentlichen.
Sachpenden werden auch vom Sozialkaufhaus (Dreieich-Sprendlingen) und Kleidung vom DRK Kleiderladen (Neu-Isenburg) entgegen genommen.

Aktuelle Angebote:
Unsere aktuellen Angebote stehen meist nur kurzfristig zur Verfügung.
Aktuell:
– ein Sessel
– zum Schulanfang:
Schulranzen und Mäppchen für Mädchen
Rollschuhe, Inliner, Schuhe
Direkter Link zu den Angeboten

Gesuche:
Aktuell keine

Endlich wieder Kegeln

Nach einer langen Corona Pause geht es langsam wieder los !

Am 20. Juli 2020 treffen wir uns wieder auf der Kegelbahn in der Gaststätte der TSG (am Fußballplatz) Frankfurter Str. 278.
Neben sauberen Turnschuhen ist eine Mund-Nasenmaske mit zu bringen.
Natürlich müssen Corona Regeln beachten:
Abstand halten, keine Umarmung oder Händeschütteln, Hände waschen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt.

#MenschenWürdeSchützen

Solidarität geht über Grenzen – Hessen muss Flüchtlinge JETZT aufnehmen

Der Hessische Flüchtlingsrat appelliert mit 143 weiteren hessischen und bundesweiten Organisationen an die Landesregierung:
Lassen Sie Worten Taten folgen. Schaffen Sie ein Landesaufnahmeprogramm für Flüchtlinge in Not.

Mit dem Appell #MenschenWürdeSchützen richten sich der Hessische Flüchtlingsrat, die Liga der Freien Wohlfahrtspflege, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelische Kirche im Rheinland, das Bistum Limburg, der DGB Hessen-Thüringen, die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Hessen, Amnesty International, Pro Asyl und medico international sowie mehr als 130 weitere bundesweite und hessische Organisationen an die hessische Landesregierung. Auch die Oberbürgermeister von Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg, Wiesbaden und die Landräte der Landkreise Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sowie weitere kommunal Verantwortliche haben den Appell unterschrieben.

Gerade in Zeiten der weltweiten Corona-Krise verschärft sich überall die Situation in den Flüchtlingslagen. Wir müssen jetzt handeln! Es gibt in Hessen eine große Aufnahmebereitschaft, wie der breit getragene Appell für ein substantielles Landesaufnahmeprogramm zeigt. Dabei darf es aber nicht nur um eine symbolische Anzahl an Aufzunehmenden gehen, sondern es muss ein echtes Aufnahmeprogramm werden, mit dem kontinuierlich einer signifikanten Anzahl an Menschen geholfen wird“, bekräftigte Timmo Scherenberg, Geschäftsführer des Hessischen Flüchtlingsrates, die Forderungen des Bündnisses.

Die Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland geht stetig zurück. In Hessen wurden im April 2020 nur 162 Schutzsuchende registriert. Im März waren es 450, im Februar 684 und im Januar 756. Wir haben Platz.

Die Unterzeichnenden fordern die Hessische Landesregierung auf:

  • Schaffen Sie mit einem dauerhaften Landesaufnahmeprogramm sichere und legale Zugangswege und eine Lebensperspektive für jährlich mindestens 1.500 besonders verletzliche Flüchtlinge aus Flüchtlingslagern!
  • Ermöglichen Sie, dass Menschen aus den griechischen Flüchtlingslagern, die familiäre Beziehungen in Hessen haben, kurzfristig aufgenommen werden!
  • Setzen Sie alle Hebel in Bewegung, damit die Bundesregierung endlich ein dauerhaftes Aufnahmeprogramm auflegt und zwar für im Mittelmeer aus Seenot gerettete Personen, für allein reisende Kinder und kranke Kinder mit ihren Familien in griechischen Flüchtlingslagern. Setzen Sie ein Zeichen, indem Sie der Bundesregierung zusagen, im Rahmen eines solchen Programms pro Jahr mindestens 300 Flüchtlinge mehr aufzunehmen, als Sie es nach dem innerdeutschen Verteilmechanismus (Königsteiner Schlüssel) eigentlich müssen!

Menschlichkeit und Solidarität haben in Hessen eine lange Tradition.
Die Menschen, für die wir uns mit diesen Forderungen einsetzen, brauchen beides – JETZT!

Einschränkungen wegen Corona

wie alle anderen Veranstalter müssen auch wir unsere Treffen wegen der Coronas Bedrohung aussetzen.

Dies betrifft

  • den Sprachtreff donnerstags in der Stadtbibliothek
  • das Café Grenzenlos in der Ev.-ref. Gemeinde am Marktplatz
  • das monatliche Kegeln in der Gaststätte der TSG
  • die Fahrradwerkstatt donnerstags Hugenottenallee 88
  • unseren „Offenen Treff“

Sowie ein normales öffentliches Leben wieder möglich ist, werden wir Euch über unsere Termine informieren.

Wir wünschen Euch alles Gute und bleibt gesund !

Stand Flüchtlingshilfe am Weihnachtsmarkt zu Gunsten der Seenotrettung Sea-Eye e.V.

Die gute Laune von Ayse, Magila und Claudia kam bei den Besuchern des Standes der Flüchtlingshilfe bestens an. Foto: Marianne Kestler

Wie jedes Jahr beteiligte sich die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V. am Neu-Isenburger Weihnachtsmarkt im Alten Ort.
Die Einnahmen waren für die Seenotretter von Sea-Eye e.V. bestimmt. Angeboten wurden Crêpes, Bio-Glühwein, Früchte Punsch und Tee vom Samowar.

Die Schlange am Crêpes Stand riss eigentlich nie ab. Abends war der Stand der letzte an dem der Verkauf eingestellt wurde. Langeweile kam bei den zwanzig Helfer*innen nie auf, es hat allen sichtbar Spaß gemacht.

All dies spiegelt sich auch im Umsatz wieder. Noch nie wurde so viel verkauft, obwohl das Wetter nicht optimal war.

Die Flüchtlingshilfe freut sich, dass 1500 Euro an Sea-Eye e.V. überwiesen werden konnten.

5 Jahre Café Grenzenlos

Seit November 2014 gibt es das Café Grenzenlos, das immer am ersten Mittwoch im Monat in der Ev.-Ref. Gemeinde Am Marktplatz, Marktplatz 8 im Gemeindesaal von 16.00 Uhr – 18.00 Uhr geöffnet hat. Die Idee eines Cafés entstand im ersten Sprachtreff für „Geflüchtete“ in der Gemeinde Am Marktplatz der im selben Jahr durch Frau Sandra Taube und Herr Alexander Gerstenberger-Vogt, sowie mit Unterstützung des damaligen Pfarrers Matthias Loesch i.R. und der Gemeinde ins Leben gerufen wurde.

Der Ort hat sich in den 5 Jahren als wichtigster Knotenpunkt der Kommunikation zwischen Bürger- Bürgerinnen mit und ohne Migrationshintergrund und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V. etabliert.
Mit der interkulturellen Öffnung soll allen die gleiche Chance zur Teilhabe eingeräumt werden.

Andere Länder, andere Kulturen, andere Sprachen, andere Religionen, andere Kleidung, andere Vorstellungen, andere Mentalitäten mit anderen Meinungen und Ansichten, anderes Essen, andere Bedürfnisse, Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, alle sind willkommen und können das Zusammensein bereichern.

Andersartigkeit zuzulassen, zu akzeptieren und zu integrieren ist eines der wichtigsten Anliegen der Initiatoren*innen des Café Grenzenlos.
Geöffnet ist das Café Grenzenlos immer am ersten Mittwoch im Monat von 16.00 Uhr – 18.00 Uhr im Saal der Ev.-Ref. Gemeinde Am Marktplatz, Marktplatz

Nächster Termin: Mittwoch, 6. November 2019

21.10.2019 A. Gerstenberger-Vogt

Anreas Schmidt erhält den Integrationspreis der Stadt Neu-Isenburg

Andreas Schmidt ist der Geschäftsführer der Neu-Isenburger Firma „Café Ernst“. Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg freut sich über die Verleihung des Preises an Herrn Schmidt.
Eine ganze Reihe Geflüchteter fand in der Bäckerei und Konditorei Arbeit. Einige machen dort sogar eine Ausbildung.
Seit der Eröffnung des „Café Grenzenlos“ sponsert Café Ernst den Kuchen.
Mehr in der Pressemitteilung der Stadt Neu-Isenburg

Auch wir verstehen die Auszeichnung der Firma stellvertretend für die vielen Firmen in Neu-Isenburg, die Geflüchteten eine Chance im Arbeitsmarkt geben oder die Integrationsarbeit in Neu-Isenburg auf andere Art unterstützen.

Kundgebung am Weltfriedenstag

Am 20. und 21. September fanden, anlässlich des Weltfriedenstages, in Frankfurt und Neu-Isenburg Veranstaltungen statt.

21. 09. 2019 Neu-Isenburg: Kundgebung gegen Waffenexporte
Gemeinsam mit den evangelischen Kirchen wollten wir auch in Neu-Isenburg auf das Thema aufmerksam machen.
Das breite zivilgesellschaftlichen Bündnis richtete seinen Blick vor allem auf die Europäischen Rüstungsexporte.

Veranstalter:

  • Pax Christi
  • Aufschrei Waffenhandel
  • DFG-VK – Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Gruppe Frankfurt und Landesverband Hessen
  • Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg e.V.
  • Weltladen Neu-Isenburg
  • Gesprächskreis für Frieden und Demokratie Neu-Isenburg

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