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Aktuelles

Über uns

Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg ist politisch und konfessionell unabhängig.

  • Wir geben erste Orientierungshilfen, was wo zu finden ist. Wir begleiten bei Bedarf bei Arztbesuchen und helfen bei Umzügen, wir unterstützen die Sprachkurse der Stadt Neu-Isenburg durch eigene Sprachtreffs und vermitteln Kontakte zwischen Flüchtlingen und Neu-Isenburger Vereinen.
  • Wir treten als Interessenvertretung der Flüchtlinge gegenüber der Stadt Neu-Isenburg und dem Kreis Offenbach auf.
  • Wir informieren die Neu-Isenburger Bevölkerung, welche Probleme die Flüchtlinge in ihrem Heimatland hatten und welchen sozialen und politischen Problemen sie hier bei uns ausgesetzt sind.
  • Wir weisen immer wieder gerne darauf hin, dass Neu-Isenburg durch Flüchtlinge gegründet wurde.
  • Wir lernen bei unserer Arbeit sehr viel über fremde Kulturen und genießen die herzliche Gastfreundschaft.
  • Wir sind behördlich unabhängig. Dies ermöglicht es uns, in Einzelfällen unbürokratische Hilfe zu gewähren. Diese ist immer Hilfe zur Selbsthilfe.
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Presse Spenden

Hilfe für Aya

Pressemitteilung der Flüchtlingshilfe (17. November 2015):

Aya hat bei ihrer Geburt in einem Krankenhaus in Syrien nicht genug Sauerstoff bekommen. Dies führte zu einer dauerhaften geistigen und körperlichen Behinderung.

Ihre Eltern flohen mit dem 12-jährigen Mädchen vor Krieg und Terror. Jetzt sind sie in der Erstaufnahmeinrichtung in Neu-Isenburg untergebracht. Die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg suchte über ihren Helferkreis nach einem kindge- rechten Rollstuhl. Frau Orhan-Schmid, die in den Werkstätten Hainbachtal arbeitet, bat die Firma Oratho in Offenbach um Hilfe und fand dort Unterstützung: Oratho spendete den gesuchten Rollstuhl und übernahm die nötigen Anpassungen. Frau Orhan-Schmid hofft, dass die Familie in die nähere Umgebung zugewiesen wird, damit sie sich dauerhaft um Aya kümmern kann.

Nun benötigt das Mädchen noch eine Hand- und eine Bein-Orthese. Diese korrigieren die Fehlstellungen und verhindern dauerhafte Schmerzen. Eine angepasste Orthese kostet etwa € 500. Bei dem aktuellen Aufenthaltsstatus der Familie können wir nicht auf eine Kostenübernahme durch das Land Hessen hoffen. Auch nach einer Zuweisung wird die Finanzierung nicht gesichert sein. Deshalb sucht die Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg nach Sponsoren, die der kleinen Aya helfen können. Bitte melden Sie sich bei:
Fluechtlingshilfe-Neu-Isenburg@t-online.de oder Tel. 06102/326772.

Auch in einem anderen Fall konnte die Flüchtlingshilfe einem Mann, der durch eine Mine beide Beine verloren hat, einen passenden Rollstuhl vermitteln. Vielen Dank an die Spender!

(Michael Kaul)

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Aktuelles Presse

OFC-Chancen-Camp mit 14 „Neu“-Isenburgern

Pressemitteilung der Flüchtlingshilfe:

OFC-Chancen-Camp vom 26.-30.10.2015 für fußballbegeisterte Flüchtlinge.
14 „Neu“-Isenburger waren dabei

Zum ersten Mal luden die Offenbacher Kickers junge,  fußballbegeisterte Flüchtlinge zu einem einwöchigen Chancen- Camp ein.

Unter professioneller Leitung wurde trainiert, es gab Deutschkurse und Einblicke in das deutsche Vereinswesen. Auch die beruflichen Aussichten wurden besprochen. Am Ende der Woche erhielten die jungen Männer Spielerprofile, einige konnten sogar direkt an Vereine der Region vermittelt werden.
Am letzten Trainingstag stand eine Besichtigug des Sparda-Bank-Hessen-Stadions am Bieberer Berg auf dem Programm. Tags darauf feuerten die jungen Spieler beim Spiel des OFC gegen Kaiserslautern II ihre Kickers erfolgreich an.
Aus Neu-Isenburg nahmen 14 Flüchtlinge am Chancen-Camp teil. Michael Kaul, Sprecher der Flüchtlingshilfe und Kickersfan: „Die Jungs hatten eine ganz tolle Woche. Sie werden jetzt hoch motiviert weiter trainieren und hoffentlich schon bald in den Vereinen der Region mitspielen.“
Mehr zum Chancen-Camp auf: www.chancen-camp.de

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Spenden

Großschachspiel für die Erstaufnahme

28. Oktober 2015: Flüchtlingshilfe kann Groß-Schachspiel für die Erstaufnahmeeinrichtung in Neu-Isenburg anschaffen – dank einer großzügigen Spende der cimt-AG.

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Aktuelles Presse

Flüchtlinge zu Gast bei den Löwen Frankfurt

Pressemitteilung der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg

Rauskommen aus der tristen Atmosphäre der Flüchtlingsunterkunft, einen Abend lang alle Ängste und Sorgen vergessen und dabei Spaß und Spannung erleben. Für Steffi Birkner, Fan der Frankfurt Löwen, war klar, dass ein Besuch des Eishockeyspiels all dies erfüllen wird.

Viel organisatorischer Aufwand war nötig, um diese Idee umzusetzen. Am Freitag, den 23. Oktober 2015, zum Spiel gegen ESV Kaufbeuren, war es dann soweit: 90 Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Neu-Isenburg fuhren gemeinsam mit 10 Helfern der Flüchtlingshilfe zur Eissporthalle in Frankfurt.

Die Löwen spendierten die Eintrittskarten, der Caterer Getränke, Fraport beteiligte sich an den Kosten der Brezeln und Laugenstangen, Löwen-Fans übernahmen die Bewirtung und zeigten den Gästen die Halle. Einer der Löwen-Ordner: „So eine tolle Stimmung hatten wir im Block K noch nie!“ (Michael Kaul)

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Presse

Pressearchiv

Mehr über die Arbeit der Flüchtlingshilfe im Pressearchiv

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Aktuelles Integrationspreis

Integrationspreis 2014 für die Flüchtlingshilfe

Dankesrede von Michael Kaul anlässlich der Verleihung des Preises am 24. Juli 2015

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Neubürger,
liebe Freunde der Flüchtlingshilfe,

60 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Sie sind gezwungen, ihre Heimat, ihre Familie, ihre Freunde zu verlassen. Nur wenige schaffen es nach Europa oder gar Deutschland. Kaum jemand wird das Ziel Neu-Isenburg gehabt haben.

Im Namen aller, die sich hier in unserer Stadt für diese Flüchtlinge einsetzen, ihnen helfen, zur Ruhe zu kommen, um schließlich in Neu-Isenburg ihre neue Heimat zu finden, möchte ich mich für die Verleihung des Integrationspreises bedanken.
Wir sehen diesen Preis als eine Würdigung der Arbeit an, die die Flüchtlingshilfe seit nun schon 31 Jahren leistet und natürlich als Ansporn, in diesem Sinne weiter zu arbeiten.
Ich freue mich besonders, dass einige, die sich schon in den 80er und 90 Jahren bei uns engagiert haben, heute hier sind.

Meistens heißt es: „früher war alles besser“, nein, das trifft hier nicht zu. „Willkommenskultur“ war damals ein gänzlich unbekanntes Wort. Die Gründer der Flüchtlingshilfe wollten 1986 genau das: Den Menschen zeigen, dass sie hier willkommen sind. Und ich glaube, das ist uns auch gelungen. Die meisten Flüchtlinge dieser Jahre sind sehr gut integriert. Die Kinder haben die Schule mit teils hervorragenden Leistungen abgeschlossen. Manche haben studiert oder gar promoviert.
Eine junge Frau, die sich heute mit uns in der Flüchtlingshilfe engagiert, war als kleines Mädchen mit auf Familienfreizeiten, die wir organisierten – besser geht es nicht.

Im Herbst 2013 wurde bekannt, dass der Kreis Offenbach in zwei Neu-Isenburger Hotels Flüchtlinge untergebracht hatte. Frau Paola Fabbri-Lipsch, die Integrationsbeauftragte der Stadt, sprach mich an und wir besuchten die meist jungen Menschen. Schon bald ging auch unser Bürgermeister Herbert Hunkel in die Hotels, um die Flüchtlinge willkommen zu heißen. Er lebt diese „Willkommenskultur“ und wirbt für sie. Hierfür sind wir ihm sehr, sehr dankbar.

Zu einem ersten Informationsabend der Stadt kamen etwa 80 Bürger. Viele von diesen arbeiten heute in der Flüchtlingshilfe, andere kamen später dazu.
Und es tut sich viel: Sprachtreffs wurden organisiert. Im „Café Grenzenlos“ treffen sich monatlich Alt- und Neubürger, es gibt eine Fahrradwerkstatt, Radtouren zeigen kurze Wege z.B. zum Kreishaus nach Dietzenbach, nach Frankfurt und Offenbach. Einige Helferinnen engagieren sich in Patenschaften. Wenn nötig begleiten wir Flüchtlinge zu Ärzten oder Behörden, helfen bei Umzügen und und und …
An Infoständen, mit eigenen Veranstaltungen und in Schulen versuchen wir, die Situation der Flüchtlinge hier bei uns und in ihren Heimatländern darzustellen, um so für Verständnis und Akzeptanz zu werben.
Wir sind zur Zeit dabei, unsere Arbeit optimaler zu strukturieren und werden dies auf unserer Internetseite darstellen. Dies hilft neuen Helferinnen und Helfern, das für sie passende Engagement zu finden.
Einer unserer fleißigsten Helfer, Alexander Gerstenberger-Vogt, wurde inzwischen beim Sozialamt der Stadt Neu-Isenburg angestellt. Dies sehen wir als Glücksfall für die Flüchtlingshilfe, die Stadt Neu-Isenburg und vor allem für die Flüchtlinge. Die Zusammenarbeit mit der Stadt klappt reibungslos. Wir finden immer ein offenes Ohr.

Das Hauptproblem ist die Unterbringung der Flüchtlinge. Hier muss weiterhin alles getan werden, um große Sammelunterkünfte am Stadtrand oder im Industriegebiet zu vermeiden. Solche würden die Menschen, die hier Zuflucht suchen, isolieren und ausgrenzen. Eine Integration ist so kaum möglich.

Die Flüchtlingshilfe ist konfessionell und politisch unabhängig. Wir pflegen enge Kontakte zu den Kirchengemeinden und Moscheen in Neu-Isenburg. Bei ihnen sind wir mit unseren regelmäßigen Treffen zu Gast. Drei Kirchengemeinden gewährten Flüchtlingen Kirchenasyl und konnten so Abschiebungen nach Italien und Ungarn verhindern.
Sehr viel Hilfe erfahren wir auch durch Neu-Isenburger Firmen. „Café Ernst“, der „Treffer“ und der „Dorschtlöscher“ unterstützen das „Café Grenzenlos“. Andere stellen Praktikumsplätze zur Verfügung oder sammeln Spendengelder für uns.

Ganz wichtig ist es mir, mich auch bei unseren Flüchtlingen zu bedanken. Durch Euch lernen wir andere Kulturen und Denkweisen kennen und genießen Eure Gastfreundschaft. Ihr seid immer bereit, mit anzupacken, z.B. bei dem Projekt „Hilfe für Beregovo“ oder beim Blumenzwiebel-Pflanzen. Und – die allermeisten von Euch sind einfach nett. Wir haben mit Euch Menschen nach Neu-Isenburg bekommen, auf die wir stolz sein können.

Michael Kaul