Buntes Fest zum Tag der Nationen

Die „Woche für Toleranz und Mitmenschlichkeit“ wurde am Samstag dem 9. September mit dem Tag der Nationen eröffnet. Zum 40. Jubiläum kehrte die Veranstaltung auf den Rosenauplatz zurück. An den Ständen boten Kulturvereine verschiedener Länder kulinarisches an. Auf und vor der Bühne traten Musik und Tanzgruppen auf. Darunter war auch die von Björn Lindig geleitete Musikgruppe der Flüchtlingshilfe. Die aus dem Iran stammende Künstlerin Parvaneh Sheikh Zeineddin, ließ Ihr Kunstwerk, eine Welt die von Händen umfasst wird, durch Kinder um Schmetterlinge ergänzen. Weitere Bilder zur Malaktion

Die Flüchtlingshilfe war mit einem Stand vertreten, an dem selbstgebackene Kuchen, Kaffee und Tee angeboten wurden. Dies bot die Gelegenheit zu vielen interessanten Gesprächen mit den Besuchern. Vielen Dank an alle Helfer- und Kuchenspenderinnen.
Presseberichte: Offenbach Post, Frankfurter Neue Presse

Integrationscup Frankfurt 2017

Am 3. September 2017 nahm die Neu-Isenburger Fußballgruppe „Neu-Isenburg Soccers“ am Integrationscup teil, der auf dem Frankfurter Roßmarkt ausgetragen wurde. Die jungen Männer hatten großen Spaß an ihrem ersten Turnier. Nun ist ihr Ergeiz geweckt und die Motivation für das wöchentliche Training groß. Ayse Tschischka hatte als Sportcoach die Teilahme organisiert und die Jungs motiviert. Sie war zu recht stolz auf ihre Gruppe.
Das Fußballteam trifft sich zum Training jeden Freitag 20 bis 21:30 Uhr in der Sporthalle der Brüder-Grimm-Schule, Waldstr. 101.
Mehr Bilder …

Patinnen und Paten gesucht!

Wer möchte seine Zeit teilen, um Geflüchteten Unterstützung zu geben?

(Siehe auch Bericht in der Dreieich-Zeitung vom 13.09.2017)
Überwältigend war die Hilfsbereitschaft in der Neu-Isenburger Bevölkerung, als vor fast genau zwei Jahren im Flüchtlingscamp in der Rathenaustraße Geflüchtete aufgenommen wurden. Dieses Engagement hat sich weiterhin fortgesetzt und dank der guten Zusammenarbeit von Stadt, Flüchtlingshilfe, Diakonie, Kirchen, Glaubensgemeinschaften, Initiativen und Einzelpersonen ist es schnell gelungen, den geflüchteten Menschen erste Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Mittlerweile sind die Menschen hier gut angekommen und befinden sich weitestgehend in verschiedenen Maßnahmen, um so schnell und umfassend wie möglich Deutsch zu lernen und ihre Integration voran zu bringen. Nun zeigt es sich, dass einige der Geflüchteten Unterstützung beim Lernen oder beim Knüpfen von Kontakten mit der Neu-Isenburger Bevölkerung gebrauchen könnten. Weiterlesen

Sommerfest ohne Grenzen

Das Fest an der Gemeinschaftsunterkunft war ein voller Erfolg. Menschen vieler Kulturen fanden zusammen, kamen ins Gespräch und erlebten einen wunderbaren Nachmittag.
Ein ganz großes Kompliment an die Organisatoren und die vielen fleißigen Helfer*innen, die diesen Tag ermöglicht haben.
Das Fest in der Presse:
Offenbach Post, Frankfurt Neue Presse
Bilder des Festes – Fotos: Marianne Kestler, Andreas Frieler, Hannelore Kaus-Schwörer

Frühjahrsputz mit Neubürgern in Gravenbruch

11. März 2017: Am diesjährigen Frühjahrsputz der Stadt haben sich mit großem Engagement die Neubürger Sohrab Sharifi, Hanif Rahimi, Basir Haidari und Mohammed Bismullah zusammen mit Mitgliedern des Freundeskreises der Flüchtlinge Gravenbruchs Petra Ost mit Sohn und Enkel, Hannelore Kaus-Schwoerer, Ingrid Bickmann und Asuman Demir beteiligt. Gemeinsam sammelten sie mehrere Säcke mit Müll, darunter einen Autokindersitz, aus dem Wald und dem nahegelegenen Wohngebiet auf. Wegen des schönen Wetters hat es allen sogar richtig Spaß gemacht und für die jungen afghanischen Männer war es eine Selbstverständlichkeit, hier mit anzupacken. (Hannelore Kaus-Schwoerer)

Meinungen

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Der Tod hat Gesichter

9. März 2017: 27 Sekunden dauerte der Beitrag am Mittwoch in der Tagesschau über das IS-Massaker an einem Krankenhaus in Kabul am 8. März 2017, bevor man sich wieder den Unkenrufen im bevorstehenden deutschen Wahlkampf widmete (https://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan-kabul-angriff-103.html).

Gar nicht erwähnt wurde, dass bei dem brutalen Angriff auf die bislang als sicherstes Krankenhaus in Kabul eingestufte Klinik 40 Menschen starben und 70 verletzt wurden. Unter den Toten und Verletzten: Ärzte, Krankenhauspersonal, Patienten. Frishta war heute in Tränen aufgelöst. Unter den Ermordeten waren vier ihrer Kollegen, junge Männer, die sie kannte:

Sie alle hatten Familie und kleine Kinder. „Ich verstehe nicht, wie man Ärzte so brutal umbringen kann. Sie retten doch leben,“ schluchzt Frishta, selbst Zahnärztin aus Kabul. Der IS kann. Der rekrutiert sich aus gehirngewaschenen menschlichen Waffen, die vor nichts zurückschrecken. Das darf man aber den Angehörigen und Freunden so nicht sagen. Sie haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass in ihrem Heimatland nach vielen Jahrzehnten Krieg und Terror irgendwann einmal Frieden einkehrt und sie zurückgehen können, um ihr Land wieder aufzubauen.

Irgendwann einmal… Derzeit ist die Sicherheitslage in Afghanistan prekärer denn je. Die Taliban haben Konkurrenz bekommen. Jetzt mischt der IS auch noch mit. Mit Frieden und Sicherheit hat das so viel zu tun wie Merkel mit Schulz beim Candle Light Dinner.

Eine Neubewertung der Sicherheitslage in Afghanistan sollte höchste Priorität haben, bevor irgendein Charterflug mit abgeschobenen afghanischen Menschen von jedwedem deutschen Flughafen wieder Kurs auf die Todesmetropole Kabul nimmt!

Marianne Kestler